30. Mai 2007

Fernsehgeschichte?

Ein Vorteil wenn man den ganzen Tag nach Themen recherchiert.

Dennoch muss es Grenzen geben.

Endemol produziert die „Große Spendershow."

Bizarr.

Meinungen?

Surfen auf der Welle der Veränderung.

Die Hard-Facts Happening zwischen letztem Post und diesem: die Akte 07 nimmt mich noch nen Monat länger, chilliger Lasagne-Prosecco-Rotwein-Bier-Wodka-Abend bei Freunden, Absinth macht Karneval der Kulturen noch lustiger, und tausche Cousine gegen vermeintlich (bin zuversichtlich) coole Zwischenmiet-WG. Das muss als Resümee aber auch reichen. (Wer’s ausführlicher braucht, der hat meine Icq & Handynummer.) (Ps: hier sollten eigentlich auch Fotos sein, aber ich hab mal wieder mein Datenkabel vergessen.)

Essentieller sind doch andere Dinge.

Wie etwa die Frage, wieso immer wenn ich es eilig habe, vor mir an der Kasse im Supermarkt eine alte Frau oder alter Mann es vorzieht, mit ein und zwei Cent Münzen, die sie das letzte Jahr angespart haben, ihren fälligen Betrag von 7,63 Cent zu zahlen.

Gleiches gilt für den Bus oder die UBahn zum Thema Eile. Entweder fährt mir die UBahn vor der Nase weg, trotz elegant hingelegten Spurts, oder der Bus. Oder beides kommt wider erwarten gar nicht. Plastisches Beispiel Bus, auch wenn auf dem Plan steht, „kommt alle zehn Minuten“, wieso dauert’s dann doch mal 15 oder 20 bis sich was tut?

Eine Frage die sich mir die letzte Zeit wieder aufgedrängt hat, ist woher Menschen die Zeit nehmen, sich dem Putz- und Ordnungswahn soweit hingeben zu könne, das es schon an Putzneurose bis Putzpsychose grenzt. Gibt’s denn wirklich keine anderen, essentielleren Probleme? Mein Tipp, ein paar Valium schmeissen, oder nen Psychiater aufsuchen. Sprüche wie „Ich hab noch zwei Bartstoppeln im Waschbecken im Bad gefunden“ oder „Dein benutzter Frühstücksteller samt Messer stand heute den ganzen Tag in der Spüle“ müssen einfach nicht sein.

Auch witzig, gespannt bin ich, wie wohl mein Mobilfunkanbieter reagieren wird, wenn ich meine Homezone schon das dritte mal in vier Monaten ändere. Und ob sie meine Kündigung bekommen haben, denn mir reicht’s.

Zuguterletzt ein schönes Zitat, das ich bei der Recherche gefunden habe: „Wenn es wahr wäre, dass Videospiele Kinder negativ beeinflussen. Hätte Pac Man das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören. ;)

25. Mai 2007

Geschichten von keinerlei Interesse?

Normalerweise liegt in der Kürze die Würze. Deshalb empfehle ich lesefaulen Menschen, nur die den ersten Absatz zu lesen, und sich den Rest zu denken. Eine Lösung zum Problem Lesen: Ich habe soviel schlechtes über Zigaretten, Alkohol, Drogen und Sex gelesen, das ich beschlossen habe, mit dem Lesen aufzuhören.

Ich bin ja praktikumsbedingt den ganzen Tag damit beschäftigt, zu recherchieren. Dann Leute anzurufen, Daten und Fakten zu sammeln und dann wieder zu recherchieren. Brauchbare Inspirationen, für eventuelle Themen, liefern da eben doch auch Zeitungen und Portale mit eindeitigem Bekennerdefizit.

Ich will mich gar nicht großartig darüber auslassen, das wir in den Zeitungen nichts mehr über den hier lesen, seit wir den hier haben. Ich glaube so was nennt man, gegen einen Jüngeren ausgetauscht werden. Wirklich egal ist mir auch, welcher Hungerhaken jetzt die nächsten Tage durch die Presse als unsere neue Supermodelhoffnung gehypt wird, die letzte ist ja auch längst vergessen.

Oder ein paar dummdreiste Radprofis. Wenn ihr schon Drogen schmeisst, für bessere Leistung, dann solltet ihr nicht so dämlich sein, euch dabei erwischen zu lassen. Oder es einfach bleiben lassen. Fair play und so, gelle. Von der anderen Seite betrachtet, wenn ihr schon bis Oberkante vollgepumpt seid mit diversen Dopingzeug, sollte man dann nicht vorzeigbare Erfolge bei der Tour de Dope haben? Am Ende gilt auch hier, ist mir Rille wie Furche, was ihr euch reinpfeift.

Die Krönung des News-Journalismus lieferte mir allerdings die Meldung über ein zerbombtes Gebäude des Fernsehsenders ABC. Schrecklich, möchte man meine, werden dort doch die Serien „Desperate Housewives“ und „Brothers & Sisters“ produziert. Bei genauem Lesen stellen wir fest, das es sich dabei nur um das Fucking Gebäude samt Insel des Senders bei Second Life handelt! Mir drängt sich da die Frage auf, ist unser Leben denn wirklich schon so langweilig, das wir jetzt schon Newsmeldungen aus Second Life brauchen?

Erschreckend. Mir ist ohnehin noch recht unklar, wie hochgradig Nerd man sein muss, um seinen Hauptteil der Freizeit vor dem Rechner in einer Pseudo-Realität zu verbringen. Versucht es doch ab und an mal mit dieser Realität. Meistens ist sie gar nicht so schlecht. Und wenn ihr hier was in die Luft jagt, haben wir wenigstens alle was davon.

23. Mai 2007

The Edge of Reason?

Probably not, but close to it.

Effektvoll zurückgemeldet, zumindest genug Eye-gecatched.

In diesem „Sinnfrei-kurz vor der zwei Stunden Mammut Mittwoch Konferenz“ geb ich ganz faul einfach nur bla bla zum besten. Fast Food Guerilla Blogging quasi.Teilweise geklaut, und da mach ich nicht mal nen Hehl draus.

Geklaut Nr.1: Apple Qoutes: “They say if you play a Microsoft CD backwards you hear satanic messages. That's nothing, because if you play it forwards it installs Windows.”

Ok für den Einstieg, oder?

Geklaut Nr.2: Ein preiswerter Reiseweg nach New York? Einfach schwimmen, zumindest wenn man auf Google Maps vertrauen darf. Einfach mal selbst ausprobieren.

Was gibt’s sonst noch in der Bloggosphäre? Dietze war wohl mal wieder bei Pbf, (warum tust du dir das nur an? Und ein wenig Solarium würde hier doch perfekt dazu passen!) und beschwert sich sonst über blöde Mucke (Elektroschlager? Warum auch nicht.)

Lantzschi beschwert sich über Quotenreiterei bei den Fernsehleuten. Gut, L Word läuft jetzt wohl nicht mehr, was euch aber sicher nicht dran hindert, es trotzdem zu sehen. Gut, Queer as folk ist jetzt auch erst mal in der „Sommerpause“ und auf Will & Grace Staffel 8 warte ich auch schon länger. Btw, versprochen wurde sie bereits ab Ende 2006/ Anfang 2007, und jetzt haben wir – hoppla – fast Juni.

Ansonsten gibt es neben diesen Ereignissen noch andere Aufschlussreiche. Berlin macht mehr Spass, wenn das Wetter schöner ist. Wenn man weniger Arbeiten muss. Wenn man zu Partydates nicht versetzt wird. Wenn die Kollegen deinen Arbeitsaufwand nicht als ihren ausgeben. Und wenn man es schafft, das alles nicht so verbissen zu sehen, sondern ganz relaxt bleibt. Endlichkeit ist doch was feines.

18. Mai 2007

Ich bin da raus!

Genug, Schluss und Aus. Die blauen Seiten sind mich los. Der finale Stoß in diese Richtung war ein Besuch ins Berghain. Ja, diesmal reingekommen (der Trick ist wohl wirklich alleine zu kommen).

Ich könnte mich jetzt über beide Themen endlos auslassen. Dazu fehlt mir aber die Zeit & Lust. Es sei nur soviel gesagt: Eine Legende zu treffen/besuchen ist immer (leicht) enttäuschend (Berghain). Vielleicht lag es auch nur daran, das es der falsche Tag war (Mittwoch ist ja bekanntlich nicht Samstag – das Hauptproblem ist allerdings das Berlin nicht London ist). Ach ja, hallo Robert, da müssen wir wohl noch mal reden...

Und die Blue Pages? Irgendwann reicht’s einfach, aka, ihr seid alle doof.

Den Männertag, oder Vatertag oder was immer, den hab ich gut mit der 2. Staffel Will&Grace rumgebracht. Das hebt die Laune, und schult den Sarkasmus.

Ansonsten, ein neues Wochenende steht vor der Tür. Das heißt übersetzt, Berlin bekommt wieder eine Chance, mich davon zu überzeugen, das ich mich täusche, mit meiner aktuellen Ansicht. Eine Freundin meinte die Tage, Berlin ist wie eine Achterbahnfahrt, mal hoch mal tief, ergo mal gut, mal schlecht. Dann jetzt aber mal her mit den guten Höhen. Sonst steig ich aus, tief fallen ist ja nicht mehr.

Zuguterletzt, mal wieder ein paar Banalitäten. Für Simpson-Fans. Wer schon immer mal das Original Simpson Haus sehen wollte, bitte hier. Einfach bisschen scrollen und durchklicken. Und dieses Fundstück kennt man aus der Serie, echte Fans erkennen die Page.

14. Mai 2007

Die Unerträgliche Leicht... ach nein, das hatten wir ja schon.

Und es trifft sowieso nicht zu, die Tage. Es ist höchstens leicht Unerträglich. Obwohl nichtmal das.

Finde es immer wie faszinierend, wie anpassungsfähig der Mensch sein kann, oder muss. Ich glaube ich hab mich jetzt langsam eingelebt in Berlin, auch wenn es immer noch recht schwammig ist. Einen Rhythmus bekomme ich auch wieder, sprich, früh aufstehen, den ganzen Tag in der Arbeit powern, und Abends Idealerweise noch fit sein für Unternehmungen jeglicher Art, anstatt nach einem 10-12 Stunden Tag einfach einzuknicken.

Es ist wohl auch eine Art innerer Protest. Ich will ja was sehen von Berlin. Und nicht nur die genervte Visage, mit der ich momentan zusammenwohne. Gut, letztes Wochenende war das ein Satz mit X, außer viel Gammeln und Ruhen war da nicht viel zu machen, da mich eine hübsche Erkältung mit gescheiter Heiserkeit flachgelegt hat. Besser als gar nicht flachgelegt werden, oder?

Die angepriesenen date-willigen Berliner blieben bisher ja ohnehin aus. Die haben doch ohnehin alle ne Macke. Gut, will ich mir nichts vormachen, wir sind hier halt einfach nicht in London. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, das die sich in Soho so anstellen würden. Besser gesagt, ich weiß das es so ist. Oder die haben wirklich alle den „Blauen - Seiten – Blues“ (Insider). Vielleicht wird’s ja auch Zeit, diese endlich zu verlassen. Ich bin halt reif, einfach mal wieder genug vom ganzen Zirkus.

Was bleibt sonst noch zu sagen? Mein neuer Freund in der Arbeit ist Meebo. Unauffälliges kleines Chatfenster, um sich ganz selten mal mit den anderen Berlinern abzugleichen. Man will sich ja nicht komplett von der Arbeit ablenken lassen. Und so dreist wie meine liebe Mitpraktikantin bin ich halt dann doch nicht, die meines gefühlte Mehrzeit bei Studivz verbringt, als bei der Recherche. Zum Glück ist das aber nicht meine Baustelle. Mir reicht’s jedenfalls für heute, die Erkältung juckt, meine Stimme hätte ich auch gern endlich wieder, und solange meine Cousine nicht da ist, will ich die Bude exzessiv nach dem Motto: „Ist die Katze aus dem Haus....“ ausreizen. Reiz Reiz.

10. Mai 2007

Let's have a party - slim version....

Das ist ja immer so ne Sache, mit dem Geburtstagfeiern. Ein wenig fehlt mir die Lust dazu, was aber wohl an meiner stetig wachsenden Erkältung liegt. Grundfrage ist sowieso, warum wir das Älterwerden so zelebrieren müssen... Trotzdem danke an alle die gestern Nacht oder heute früh angerufen, mich angechattet oder StudiVZetted haben, oder sonstwie gratulierten.

Letztes und vorletztes Jahr hatten wir bombastische, legendäre Parties in der Rainbow-Wg (die jetzt als Neospießer-Wg der 06er in die analen der Geschichte eingehen wird...). Aber das geht ja jetzt nicht mehr. Deshalb gibt es jetzt ne Party Light in Berlin. Witzig, die Rainbow-Wg wird mit am Start sein, da wir doch tatsächlich alle in Berlin sind. Plus Freunde, die es auch herverschlagen hat, versteht sich. Wird wohl aber nur ein chilliges get together in Kreuzberg sein, denn zum einen hab ich als Konkurrent den BandContest in MW (Hoffe das wetter ist dort besser als hier), was mich in Berlin aber Null kratzt, und zum anderen kann ich mich nach einem 12 Stunden Tag auch nicht mehr für eine Bombastoparty begeistern. Was wohl auch mit dem 12 Stunden Tag zu tun hat, der Freitag noch vor mir liegt.

Jedenfalls verstehe ich jetzt langsam, was gemeint ist mit: "Soviel Freizeit wie im Studium hatten wir nie wieder im Leben" - oder so ähnlich.
Und weiter geht's mit der Arbeit.

Ps: Inhaltliche Schwächen des Posts liegen wohl am illegalen Guerillamäßigen Verfassen während der Arbeitszeit.

6. Mai 2007

Berlin, Berlin und nochmals Berlin.

Meine erste Woche ist rum. Fazit. Toll. Quasi alles. Ich weiß gar nicht wo anfangen, mit erzählen.

Sonntag, mit nem Tag Verspätung kam ich hier an. Am 30.04. gings dann endlich los. Ich hatte einen entspannten 10 Minuten Arbeitstag, da Montag in Berlin (Brückentag) wohl keiner Lust hatte, auch in meiner Redaktion bei Akte 07 nicht. Also ein entspannter Shoppingtag. Dienstag Feiertag, ausschlafen und Nachmittags aufs Maifest nach Kreuzberg. Die versprochene Randale blieb aus, zumindest bis Abend gegen 22 Uhr. Also nix mit Steine schmeissen. Das können mal die Linken in Kreuzberg schön ohne mich machen. Zitat Anni: "Besser die Ohren als die Augen offenhalten, die Steine siehst du nicht fliegen, du hörst sie nur aufprallen..." Na Juhu. Ausführlich gibt's das ganze aber hier.

Mittwoch ging es dann endlich los. Mein bisheriges Fazit: Anstrengend. Arbeitsbeginn 9.30 Uhr Arbeitsende - Open End. Hab es die Woche eher nicht geschafft, mal vor halb 10 wieder zuhause zu sein. Freitag dann erst um 2 Uhr nachts, aber da wahr dann Spiderman Schuld. Ich will mich aber nicht beklagen, die Arbeit ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Angenehm ist einfach die Mischung. Ich sehe hier fast täglich meine Freunde, alte wie auch neue. Das liebe ich. Ebenso das Gefühl das Berlin verströmt. Die vibrierende Großstadt, wie ein Befreiungsschlag, voller Optionen, egal welcher Art. Die Kreativität kehrt langsam zurück, die Möglichkeiten multiplizieren sich. Beispielsweise habe ich hier täglich ein paar Einfälle für Blogeinträge, nur bin ich Abends zu müde, diesen noch zu machen. Heute nach dem Chill-Sonntag (bin erst um halb 8 aus dem Sage gestolpert - hab ich schon erwähnt das ich die Großstadt liebe?) gab es also den neuen Einstieg.

Über meine witzigen Anekdoten im Arbeitstag hab ich auch tolles zu berichten. Aber immer erst nach der aktuellen Sendung. Wir wollen ja nicht das die schweißtreibend recherchierten Themen schon verpuffen, bevor sie im Fernsehen waren.

Mit anderen Worten, kommt Zeit, kommt Blog. Stay tuned!